Führungs- und Beziehungskompetenz

Dass die Beziehungen in der Schule wichtig sind ist unbestritten. Unter Beziehungskompetenz wird aber Verschiedenes verstanden. familylab.ch bietet unterschiedliche Arten von Veranstaltung an, welche aufzeigen, was familylab aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrungen von Helle Jensen und Jesper Juul darunter versteht.

Die Ethik der Beziehungskompetenz: “Die Fähigkeit und die Bereitschaft, die volle Verantwortung für die Qualität der Beziehung zu übernehmen.”

Jesper Juul

Zu wissen, dass die Lehrperson/der Pädagoge ein Teil in der Beziehung ist und für diesen Teil verantwortlich ist, verändert bereits sehr viel in der Beziehung zum Kind/zu den Eltern. In asymmetrischen Beziehungen trägt derjenige mit mehr Macht, die Verantwortung für die Qualität der Beziehung. Dieser Haltungswechsel alleine bewirkt, dass Herausforderungen und Konflikte weniger destruktiv verlaufen und gleichzeitig ist die Lehrperson Vorbild, indem sie vorlebt, was es heisst, für seinen Teil in der Beziehung die Verantwortung zu übernehmen.

Neben den inhaltlich-fachlichen und didaktischen Kompetenzen, die in der Ausbildung zum Pädagogen vermittelt werden, brauchen Fachleute Beziehungs- und Führungskompetenz. Der Grund dafür ist, dass Kinder und Jugendliche heute nicht mehr einfach gehorsam sind. Sie reagieren auf Grenzverletzungen und wollen im persönlichen Kontakt die Grenzen erfahren. Die daraus erwachsenden Konflikte werden oft als Disziplinlosigkeit oder Ungehorsam interpretiert und man fühlt sich in seiner professionellen Autorität angegriffen und/oder gekränkt. Die Beziehungsebene erleidet dabei Schaden.

Über Impulsreferate lernen Sie die Grundwerte von Beziehungskompetenz kennen. In den Seminaren und weiterführenden Kursen erarbeiten Sie sich die Basis für ihre persönliche Beziehungskompetenz und die Entwicklung Ihrer persönlich-professionellen Führungs- und Beziehungskompetenz.

Eine Möglichkeit familylab und seine Arbeit kennen zu lernen, bietet das Konzept “Schule braucht Beziehung”

Sind sie an unserem Weiterbildungsangebot an Schulen interessiert?

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Anfrage!

Kontakt: Caroline Märki-von Zeerleder,  Leitung familylab Schweiz,  078 788 38 79, cmaerki@familylab.ch

“Beziehungskompetenz – Es geht um dich und mich und unsere Beziehung”

Kurt Rasmussen, Psychotherapeut und Sozialarbeiter aus Dänemark

Wegleitende Grundwerte für Beziehungskompetenz

Gleichwürdigkeit
Der Begriff Gleichwürdigkeit wurde von Jesper Juul erfunden. Er bedeutet, das Gegenüber mit demselben Respekt der persönlichen Würde und Integrität zu begegnen. D. h. die Bedürfnisse und Wünsche des Gegenübers werden genau so ernst genommen wie die eigenen.

Verantwortung
In einer pädagogischen Beziehung die Verantwortung zu übernehmen bedeutet, die Verantwortung für die Qualität der Beziehung zu übernehmen.

Authentizität
Bei der Authentizität geht es darum, das traditionelle Rollenkorsett zu verlassen und die Fähigkeit, unverstellt und glaubwürdig zu sein. Nur wenn die Lehrperson/ die Eltern authentisch sind,  führt das zu Kontakt, sprich zu Beziehung.

Dialog
Dialog bezeichnet die Fähigkeit, in einer persönlichen Sprache über sich selbst zu sprechen; neugierig, offen und interessiert mit dem Gegenüber und mit sich selbst in Kontakt zu sein.

Die Entwicklung von Beziehungskompetenz verändert die innere Haltung, stärkt die persönliche Autorität und gibt den pädagogischen Professionen ihre Würde zurück.