Ausbildung Familienberatung

Der nächste Infoabend findet am 28. Februar 2019 um 19.30h statt

Wo: Männedorf, familylab Seminarraum, Lindenhofrain 6 | Anmeldung unter:  cmaerki@familylab.ch

In Beziehung, im Dialog, im Prozess

Eine 4-jährige Ausbildung um Familien, Gruppen und Teams im Dialog und ihren Prozessen zu begleiten.

2019 findet diese Ausbildung in Kooperation zwischen dem Deutsch-Dänischen Institut -Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung ddif und familylab.ch erstmalig in der Schweiz statt.

    

Beziehung, Prozess und Dialog sind die Grundpfeiler zeitgemäßer Familientherapie und Pädagogik. Walter Kempler und Jesper Juul haben diese Haltung in Dänemark entwickelt und in Ausbildungen weitergegeben.

Begegnungen im Hier und Jetzt bieten laufend Chancen, sich persönlich weiterzuentwickeln. Transparenz, Gleichwürdigkeit und Verantwortung sind Werte der gemeinsamen Arbeit. Die Persönlichkeit des Beraters und der Beraterin spielt in der erlebnisorientierten Familientherapie eine zentrale Rolle.

Direkte Supervision, Gleichwürdigkeit und die prozessorientierte Arbeitsweise sind die Markenzeichen der Ausbildung am Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung – ddif. Das Konzept der Ausbildung orientiert sich an der langjährigen Praxis des früheren Kempler Institutes von Skandinavien, das Jesper Juul 1979 gegründet hat und 25 Jahre leitete.

 

Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die mit Menschen arbeiten (z.B. Familien, Teams, Paare), ihren Arbeitsbereich ausweiten und qualifizieren wollen oder überlegen, selber Menschen zu beraten.

Vier Jahre dauert die Ausbildung, die sich in eine zweijährige Basisausbildung und zwei Aufbaujahre unterteilt. Die jährlichen 28 Unterrichtstage gliedern sich in 7 Module à vier Tagen. In der Basisausbildung findet zudem in jedem Halbjahr eine Theorievorlesung statt, deren Besuch obligatorisch ist.

Die Basisausbildung ermöglicht die prozessorientierte Begleitung von Familien und öffnet den Blick für den familiendynamischen Ansatz auch in pädagogischen Einrichtungen.

Aufnahmekriterien
Voraussetzungen für die Ausbildung zum erlebnisorientierten Familienberater und zur Familienberaterin sind:

  • ein Mindestalter von 25 Jahren
  • eine mindestens dreijährige Berufsausbildung in den Bereichen Psychologie und Pädagogik oder im Sozial- und Gesundheitswesen
  • drei Jahre Berufspraxis
  • Internet- und E-Mail-Zugang: Ein Zugang zu E-Mail und Internet ist erforderlich, weil beide Medien als Kommunikationsweg mit den Trainerinnen und Trainern und der Administration des Instituts dienen.

Sind nicht alle dieser Voraussetzungen gegeben, klären Einzelgespräche mit ddif.de oder familylab.ch, ob eine Teilnahme möglich ist. Pro Gruppe werden maximal drei fachfremde Personen zugelassen.

 

 

 

 

 

 

Kosten
CHF 7’000.00 pro Ausbildungsjahr.
Der Preis beinhaltet 7 Module Seminar à 4 Tage, ohne Kost und Logie, sowie zwei Vorlesungen.

Jeder Teilnehmer bucht sein Zimmer selber, die Übernachtung im Seminarhaus ist obligatorisch und gehört zum Ausbildungskonzept dazu. Bei Sonderwünschen diesbezüglich stehen wir Ihnen jedoch gerne zur Verfügung.
Die Preise der Zimmer im Seminarhaus liegen zwischen CHF 163.00 pro Nacht für ein Einzel- und CHF 96.00 pro Nacht für ein Mehrbettzimmer. Preisänderungen seitens des Seminarhotels bleiben vorbehalten.

Ort
Seminarhotel Lihn, Panoramastrasse 28, 8757 Filzbach, GL
Tel. 055 614 64 64, info@lihn.chwww.lihn.ch

Bewerbung und Infoabend
Wenn Sie sich für die Ausbildung bewerben wollen, möchten wir Sie an einem unserer Infoabende oder bei anderer Gelegenheit im persönlichen Gespräch kennen lernen. Für Ihre Bewerbungsunterlagen benötigen Sie einen Lebenslauf, ein Foto und ein kurzes Motivationsschreiben (max. eine halbe A4 Seite zu Ihrem Alter, Familienstand, Tätigkeit, Motivation für das Training). Die Anmeldung ist nach unterschreiben des Ausbildungsreglementes verbindlich.

Der nächste Infoabend findet am 28. Februar 2019 um 19.30 h in Männedorf statt: familylab Seminarraum, Lindenhofrain 6. Anmeldung unter:  cmaerki@familylab.ch

Kontakt
Caroline Märki, Leitung familylab.ch, cmaerki@familylab.ch, 078 788 38 79

“Konflikte zwischen Kindern und Erwachsenen verlaufen destruktiv, weil die Erwachsenen die Verantwortung für sich selbst nicht übernehmen. Stattdessen geben sie dem anderen die Schuld.”

Jesper Juul

Mehr zur erlebnisorientierten Familientherapie

Drei Annäherungen an die Psychotherapie können als Vorläufer und Ideengeber für unsere Arbeit gelten. Alle drei Ansätze gehen von einer psychodynamisch orientierten Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie aus. Unsere Persönlichkeit – also unser Entwicklungspotential wie auch unsere Defizite – ist weitgehend geprägt vom Fürsorgeumfeld, das uns früh zugänglich ist oder verschlossen bleibt.

Klientenzentrierte Therapie und Gestalttherapie
Beide psychotherapeutischen Ansätze sind auf das Individuum orientiert. Darin unterscheiden sie sich vom familientherapeutischen Ansatz. Die Klienterzentrierte Therapie, wie sie Carl Rogers entwickelt hat, beinhaltet den Ansatz im Namen. Die Gestalttherapie beschäftigt sich mit den Gesetzmäßigkeiten, wie wir wahrnehmen und beurteilen. Der Fokus liegt auf der Integration der Persönlichkeitskomponenten in ein kohärentes und sinnvolles Ganzes. Dies geschieht zum Beispiel durch die Arbeit mit „dem leeren Stuhl”, eine Metapher für die Aufnahme von Perspektiven anderer auf sich selbst, auf ein bestimmtes Thema oder Phänomen. Auch in anderen therapeutischen Ansätzen ist dies von zentraler Bedeutung, aber nur in der Gestalttherapie wird es expliziert.

Erlebnisorientierte Psychotherapie
Der erlebnisorientierte Ansatz ist humanistisch, phänomenologisch und prozessorientiert. Der Therapeut agiert persönlich und richtet den Fokus mehr auf das Hier und Jetzt als auf Vergangenheit und Zukunft.

Walter Kempler hat diesen Ansatz für die Familientherapie weiterentwickelt. Er legte den Fokus auf Interaktion, persönlichen Dialog, den Konflikt zwischen Integrität (persönliche Grenzen) und Kooperation, Symptome als Ausdruck ungesunder Interaktion, Kinder als Träger solcher Symptome und einen Psychotherapeuten auf Augenhöhe. Trotz ihrer inhärenten Asymmetrie und obwohl der Therapeut die Rolle der Fachperson innehat und für seine Hilfe bezahlt wird, sieht Kempler die Beziehung innerhalb der Therapie als gleichwürdig.

Existentielle Psychotherapie
Der existenzielle Ansatz (nach Irving Yalom) konzentriert sich auf vier Grundbedingungen, die für alle Menschen gelten. Diese vier Grundbedingungen sind Einsamkeit, Sinnlosigkeit, Freiheit (und damit die Verantwortung, das Leben in einer nicht sinnlosen Weise zu leben) und nicht zuletzt der Tod. In diesem Ansatz unterscheidet man zwischen menschlichem Sein und menschlichem Tun. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Gegenwärtigkeit, auf anerkennenden Beziehungen und Authentizität als auf Techniken und Methoden.

 

Sind sie interessiert mehr zur Ausbildung zu erfahren, dann schreiben sie eine e Mail an cmaerki@familylab.ch oder rufen sie an. 078 788 38 79

 

Jesper Juul über das ddif

Gerne empfehle ich allen Beratern, Coaches und Familientherapeuten so wie Lehrpersonen, die Arbeit am ddif/familylab.ch kennenzulernen. Der Bereich der Psychotherapie und „Erziehung“ wird seit vielen Jahren durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden dominiert. Am ddif/familylab.ch erfahren Sie, worum es in zwischenmenschlichen Beziehungen wirklich geht. Sie finden Unterstützung und Inspiration, Ihren eigenen maßgeschneiderten Stil zu finden, der Sie als Person ausmacht und der verschiedenartigen Menschen entspricht, denen Sie beruflich begegnen werden.

Das gilt auch für die Ausbildner und Supervisoren, die Sie im ddif/familylab.ch treffen werden – sie tragen keine einheitliche Uniform, aber sie leben und praktizieren gemeinsame Werte und gemeinsames Wissen, jeder auf seine Art und Weise entsprechend seiner Persönlichkeit, Erfahrung, Beruf, Alter und Geschlecht.

In dieser Schriftenreihe können sie mehr über die erlebnisorientierte Familientherapie erfahren: